Montag, 19. April 2010

Jamie kanns nicht lassen...

Am Sonntag war perfektes Frühlingswetter in Berlin und da zog es uns raus aufs Land. An dieser Stelle grüße ich herzlich Gabriele, die vor kurzem den Stuttgarter Talkessel gegen die unendlichen Wiesen und sanften Hügel des Oderbruch getauscht hat!
Vielleicht kann man auf dem Foto sehen, dass Jamie sein Rudel anführt (gefolgt von Joker), und bereits dabei ist Kurs auf den rechten Hang zu nehmen. Er weiß, dass hier ein Wechsel verläuft, eine Art "Reh-Autobahn". Und er weiß auch, dass oben auf dem Hang die endlosen Weiten und der absolute Überblick auf ihn warten. Das ein oder andere Reh auch, oder mal ein Häschen...
Joker musste es seinem Bruder natürlich gleich tun und weg waren beide. Das ist immer so und in 90% der Fälle kommen beide kurz drauf den Hang wieder runtergepest.
Es kam aber keiner wieder. Ein Pfiff aus der Hundepfeife und Joker kam angerast. Kein Jamie. Als wir auf dem Hang waren, bot sich uns folgender Blick:

Kein Jamie weit und breit. Gott sei Dank gibt es in der Umgebung keine große Straße. Wir haben gepfiffen und gerufen. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man gerade das gar nicht machen soll wenn der Hund weg ist, weil er dann unbekümmert weiter jagen kann, denn er hört ja, dass sein Rudel in der Nähe ist. Ich habs an anderer Stelle schon mal geschrieben - mein Vater, der Jäger war und einen Rauhaardackel hatte, sagte immer: "Wenn der Hund weg ist, muss man da bleiben, wo man ist und erst mal eine Zigarette rauchen." Als Nichtraucherin schätze ich die Dauer einer (gemütlichen) Zigarettenpause auf ca. 5 Minuten. Und -toi toi toi - es war bisher IMMER so: Nach ca. 5 Minuten kam Jamie wieder zurück.

Ups - das ist nicht Jamie! :-) Didi hat die genaue Spurensuche übernommen.

HURRA! Irgendwann tauchte am Horizont ein kleiner weißer Punkt auf, der immer größer wurde und dann war er wieder da. Ein glücklicher, ausgepowerter Jamie.

Das ist ein Whippetleben! Ich weiß, es ist nicht gut, wenn ein Hund seinem Jagdtrieb nachgeben darf / kann. Ich weiß, es kann gefährlich sein. Aber ich weiß auch, dass ich Jamie nicht hundertprozentig abrufen kann. Was soll ich also machen? Nur noch an der Leine laufen lassen? Nur noch Schleppleine? Bis jetzt kam Jamie immer wieder zurück und ich denke, das wird so bleiben. Wie ist das denn bei Whippets, die coursen? Ist die Jagdbereitschaft höher? Bleiben sie länger weg, weil sie eine bessere Kondition haben als die normalen Familienhunde?
Jokers liebster Sport ist und bleibt auf jeden Fall das Apportieren.

Woher weiß der Hund eigentlich, wo sich -in diesem Fall- der Stock in der Luft befindet? Warum fällt er ihm nicht auf den Kopf?

Der verrückte Joker :-) Ja, Gunnar, er hat natürlich gebellt :-)

Zwei Zirkuspferdchen.

Abkühlung im Oderbruchsand...

... und im Bächlein vor dem Haus. Joker hat die Badesaison eröffnet und Didi findets klasse! Die beiden sind inzwischen ein Herz und eine Seele. Obs am gleichen Sternzeichen (Steinbock) liegt oder daran, dass Joker irgendwann beschlossen haben muss, nicht erwachsen zu werden - wer weiß...

Wie Didi aussieht, wenn er gebadet wird, zeige ich demnächst :-)
An alle Leserinnen und Leser schicke ich herzliche Frühlingsgrüße.

Kommentare:

holzfein hat gesagt…

Liebe Nina,
ich sende ein liebes Abendgrüßle retour;
die "Jagdgeschichte" geht mir nahe,
da ich letzte Woche mit meinen beiden älteren Whippen - hier nun in dieser neuen "Lauf-Umgebung" auch leider neue (Jagd)-Erfahrungen machen musste.
Seit ca. 7 Jahren laufe ich täglich
mit den Hunden - und ich dachte auch, dass ich mich auf meine Jungs verlassen kann.
Nein, man kann es nicht; ein Feldreh auf weiter Flur hat meine
Hundehalter-Sicherheit stark erschüttert.
Vorläufig kommen die beiden Herren
nur - wenn überhaupt- getrennt von der Leine in dieser weitläufigen
Natur.

Ich danke für den lieben Gruß
und verbleibe ebenso herzlich,
die Oderbruch-Gabriele -
auch mit kleinem Zoo anbei....

Anonym hat gesagt…

Hi Nina
Na das muß aber auch ein ganß schöner großer schreken gewesen sein mein lieber schollie vor allem nach das was da pahsiert ist (alptraum)ob woll die drei waren ja in den Messehallen wir mußten uns alle an den riemen reißen das man nicht weint vor Gunnar und Gordon aber die Narbe bei Edgar siht ja schon ganz gut aus ich hoffe so sehr das die beiden es ihrgend wie so richtig verarbeiten können irgend wann mal aber ich glaube das kann keiner so schnell verarbeiten, nun zu euren kleinen der siht ja von hinten aus wie so ein kleines Ferkel (grinz)ich bin ja mal gespant wann es im Mai los geht mit Gerda ich hoffe so das man mit machen kann (den hoffentlich nicht in der Zeit vom 8.5 bis zum 14.5 da sind meine Eltern im Schwabenlande)und nun habe ich mal eine frage noch an holzfein von welschen Zuchter sind den ihre Hunde ?
LG Tanja und Cosine Macy

Nina hat gesagt…

Liebe Gabriele,

die neuen Jagderfahrungen klingen nicht gut. Waren die Herrschaften denn über längere Zeit verschwunden?

Liebe Tanja,

ich freue mich schon sehr auf ein Treffen! Knuddel deine Macy von mir.

Herzliche Grüße
Nina

holzfein hat gesagt…

Liebe Tanja,
gern beantworte ich Ihre Frage;
der ältere Whippet ist Gustav of
Baskerville (WCD) - genannt Bruno;
der zweite Whippet heißt Frido und
stammt aus dem Hause 'Golden Peanuts'. Und unser "Neuzugang" ist ein kleiner Whipcat.
Ihnen wünsche ich weiterhin alles
Liebe und Gute mit der kleinen Macy!
Herzlich
holzfein-Gabriele


Liebe Nina,
die beiden 'Herren' waren nicht fort, die Hatz nach dem Feldreh (wie mich der Förster aufklärte, den ich danach benachrichtigt hatte)-
fand vor meinen Augen statt. Sogar Bruno, den ich all die Jahre immer abrufen konnte, war dem Jagdrausch verfallen. Sie haben das Reh, welches wie "Phönix aus der Asche"
vor uns stand, nicht nur gejagt -
was für das Reh auch schon tödlich sein kann, nein, sie haben es auch verletzt, grauenvoll! Ein Reh im Wald kann sich im Unterholz retten,
ein Reh auf dem weiten Feld hat gegen Windhunde keine Chance -
schon gar nicht, wenn es mehrere sind. Eine Lehre, die ich bitter erfahren musste. Ich trage als Hundehalter die Verantwortung und habe versagt - meistens sehe ich das Wild eher....
Tapfer bin ich dann später mit dem Förster wieder zum Feld, dem Reh kann nur durch Erlösung per Schuss geholfen werden - wir kamen an - ich hatte die Stelle mir genaustens gemerkt,
das Reh war nicht mehr da, es musste sich berappelt haben....

Und wieder ein liebes Abendgrüßle!
die holzfein-Gabriele
aus dem Oderbruch

Nina hat gesagt…

Liebe Gabriele,

das muss ja furchtbar für dich gewesen sein, die eigenen lieben Hunde so im Jagdtrieb zu erleben und nicht eingreifen zu können. Das arme Reh... ich leide ja schon so arg, wenn meine Katzen Amseln fangen...
Vielleicht hatte das Reh eine Chance und die Wunden heilen wieder.
Nach diesem Bericht von dir werde ich Jamie beim nächsten Spaziergang erst ableinen, wenn ich mir einen Überblick verschaffen konnte, aber wie du selbst schreibst kann das Wild ganz plötzlich da sein... ach, wir können uns nicht für alle Eventualitäten vorbereiten, oder?

Ein herzliches Morgen-Grüßle aus Berlin schickt dir
Nina

holzfein hat gesagt…

Ja, liebe Nina, immer wieder bin ich an diesem besagten Feld und halte Ausschau nach "meinem Reh" -
und ich werde noch Zeit brauchen,
um das Geschehene zu verarbeiten,
liegen mir doch alle Tiere und
überhaupt die Natur so sehr am Herzen!
Wenn die kuschligen Bett/Sofa-Hündchen sich in derartige Jäger "verwandeln" -
die sogar durch den Wassergraben sprangen und schwammen (sie meiden sonst das Wasser sehr), wo wohl auch das Reh sich aufgehalten haben muss - dann ist das schon eine Metamorphose.... Aber wie gesagt, ich bin immer achtsam - gehen die Hundenasen hoch, kommt die Leine... Diesmal habe ich nicht
genug aufgepasst, es war mir eine tiefe Lehre!

Ich wünsche einen guten Tag
und schicke liebe Grüße gen Berlin!
Gabriele, die hofft, dass dem schönen Katerchen wieder besser geht?

Anonym hat gesagt…

Hallo Holzfein Danke für die antwort na das ist ja ein dink ein Andrea Hund im schönen Oderbruch Macy grüßt ganz lieb zu rück.
LG Tanja