
Am Montag musste ich die Entscheidung, Jamie gehen zu lassen, sehr schnell treffen. Er lag bereits in Narkose, weil ich eine spezielle Röntgenuntersuchung machen ließ, um zu sehen, wie seine Nieren noch arbeiten. Bevor er in die Narkose ging, habe ich mit ihm gewartet, habe noch Entspannungsübungen gemacht, dachte nicht eine Sekunde daran, dass ich ihn nicht mehr lebend sehen würde. Ich sagte zu Jamie, dass er jetzt die Untersuchung bekommen würde und dann würden wir spazieren gehen. Es war wunderschönes Wetter, die Sonne scheinte, der Himmel war blau.
Nachdem unser Tierarzt sehen konnte, dass beide Nieren nicht mehr funktionierten, sagte er, wir könnten Jamie einfach nicht mehr aufwachen lassen. Hätte ich ihn doch nochmal mit nach Hause nehmen sollen? Hätte ich noch mehr Zeit gebraucht? Wäre Jamie gerne noch mit mir gekommen? Hätte ich ihn zu Hause sterben lassen sollen? Diese Gedanken spuken in meinem Kopf herum. Aber am Montag habe ich entschieden, dass Jamie in Frieden gehen dürfen soll. Wir haben ihn in einer Decke auf die Wiese gelegt. Er hatte die Augen geschlossen. Als ich mich zu ihm setzte, öffnete er seine Augen nochmal und schaute mich an. Ich bin so sehr traurig, ich kann dieses Bild einfach nicht loslassen
Als er die letzte Spritze bekam, ist er sehr schnell und ganz ruhig gegangen. Vielleicht war es doch richtig so.



